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P5 - Mykorrhiza

Die funktionale Rolle von Mykorrhiza in der Konkurrenz um Stickstoff in Buchen-dominierten Laubwäldern. - Institut für Forstbotanik, Universität Göttingen.

Mykorrhiza sind Symbiosen zwischen höheren Pflanzen und Pilzen, in denen der Pilz der Pflanze Nährstoffe und Wasser bereitstellt und von der Pflanze Kohlenstoff in Form von Kohlenhydraten aufnimmt. Rotbuchen bilden mit einer Vielzahl von Pilzen Ektomykorrhiza. Da ein Baum von mehreren Pilzarten gleichzeitig mykorrhiziert sein kann, entstehen Ektomykorrhizagemeinschaften, und es wird angenommen, daß die Zusammensetzung dieser Ektomykorrhizagemeinschaften von den jeweiligen Umweltbedingungen wie z. B. dem Stickstoffangebot beeinflußt wird.

Das Ziel dieses Teilprojektes ist es die Funktion von Ektomykorrhizagemeinschaften in der Stickstoffversorgung von Rotbuchen und ihre Reaktion auf veränderte Umweltbedingungen zu untersuchen. Im Einzelnen werden folgende Fragestellungen bearbeitet:

  1. Werden Ektomykorrhizagemeinschaften von veränderten Umweltbedingungen wie einem verändertem Stickstoff- und Kohlenstoffangebot beeinflusst?
  2. Ändert sich die Stickstoffaufnahme in den Pilzhyphen, wenn das Stickstoffangebot erhöht wird?
  3. Wird die Stickstoffaufnahme in den Hyphen vom Wasserangebot beeinflusst?
  4. Gibt es interspezifische Unterschiede in der Stickstoffaufnahme in den Hyphen?
  5. Führt ein erhöhtes Stickstoffangebot zu einer Verringerung der Mykorrhizierungsrate? Wenn die Mykorrhizierung als Reaktion auf ein erhöhtes Stickstoffangebot abnimmt, wird sie in Gegenwart eines Konkurrenten wie z.B. Hartriegel wieder zunehmen?

Um den Einfluss des Stickstoffangebotes auf die Ektomykorrhizagemeinschaften und die Mykorrhizierungsrate zu untersuchen werden Düngungsexperimente mit stabilen Stickstoffisotopen an der GSF in München durchgeführt. Die Stickstoffaufnahme in den Hyphen wird sowohl auf der Versuchsfläche in Tuttlingen mit Hilfe von „mesh bags“, wie auch in Gewächshausexperimenten am Institut für Forstbotanik in Göttingen gemessen.

Zwei verschiedene Morphotypen an den Feinwurzeln der Rotbuche:

Morphotyp 1 Morphotyp 2
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